Sodbrennen beim Hund

Sodbrennen beim Hund

Sodbrennen beim HundSodbrennen ist oft mit saurem Aufstoßen und Schmerzen hinter dem Brustbein verbunden. Rund 10 % der Deutschen leiden unter dieser Krankheit, die auch Refluxösophagitis (Refluxkrankheit) genannt wird. Auffallend ist, dass nicht nur Menschen unter Sod- oder Magenbrennen leiden, häufig stellt man auch Sodbrennen beim Hund fest.

Woran erkannt man Sodbrennen beim Hund?

Da nicht jeder Hund gleich ist und sich die lieben Vierbeiner auch nicht ausgezeichnet verständigen können, ist es etwas schwierig Sodbrennen festzustellen. In der Regel kann sich eine Übersäuerung vom Mageninhalt allerdings durch folgende Symptome feststellen lassen:

  • Leckanfälle an sich selbst, am Boden und anderen Oberflächen
  • Vermehrtes Speicheln
  • Schluckbeschwerden
  • Aufstoßen
  • Würgbewegungen Nahrungsverweigerung
  • Husten
  • Eher panisches Anfressen von Gras, Pflanzen, sowie auch Holz und andere Gegenstände
  • Erbrechen von Schleim oder einer gelblich gefärbten, gallenartigen Flüssigkeit
  • Durchfall


Leider ist Sodbrennen auch für den Tierarzt oft sehr schlecht feststellbar, da diese Krankheit nicht durch eine Röntgenaufnahme oder Blutabnahme ersichtlich ist. Es ist deshalb sehr wichtig, die einzelnen Symptome zu beobachten und auch ungewohnte Verhaltensänderungen dem Tierarzt mitzuteilen. Allerdings muss man auch nicht gleich bei den ersten Leckanfällen den Tierspezialisten einschalten, oft hilft ein einfaches und für Hunde unschädliches Hausmittel gegen Sodbrennen. Hunde mit Sodbrennen müssen nachts übrigens oft raus um Gras oder Erde zu fressen.

Was führt beim Hund zu Sodbrennen?

Sodbrennen beim Hund, was hilft?Vor allem Trockenfutter kann bei älteren Hunden zu Sodbrennen führen, aber auch der Verzehr von Fremdkörpern wie Pflanzen und Kot können zu Magenproblemen bei Hunden führen. Bekannt sind auch Fälle wo Hundebesitzer vom Trockenfutter sofort auf Barfen umgestellt haben, ohne sich an eine empfohlene Eingewöhnungszeit zu halten. Obwohl Hunde eigentlich Allesfresser sind, ist ihr Verdauungstrakt eher auf fleischliche Nahrung eingestellt, weshalb auch immer mehr Hundehalter auf Barfen wechseln. Um Fleisch und Knochen verdauen zu können, muss der Hundemagen starke Säuren bilden. Um die umliegenden Organe hinter dem Magenausgang vor der Magensäure zu schützen, wird diese im Normalfall durch Basen neutralisiert. Ist der Organismus bei einer Fehlernährung nicht mehr in der Lage das Gleichgewicht der pH-Werte zu halten, dann wirkt sich das auf das Skelett aus, da der Hundeorganismus seine basischen oder alkalischen Reserven angreifen muss. Knochen und MicroMineral schützen Hundemägen vor Übersäuerung. Hunger ist übrigens auch ein häufiger Grund für Sodbrennen bei Hunden.

Behandlungstipps für den Hund

In den meisten Fällen lässt sich Sodbrennen beim Hund durch einfache Hausmittelchen lindern, dazu gehören ein Stück Weißbrot oder Zwieback, die normalerweise eine neutralisierende Wirkung haben. Ansonsten sollte man den Vierbeinern bei Sodbrennen nur leichte Kost zum fressen geben, Reis mit Möhren und Naturjoghurt beispielsweise schmeckt den Hunden gut und lindert das Sodbrennen. Auch Heilerde wird von den meisten Hundebesitzern positiv bei Sodbrennen beim Hund empfohlen. Die Heilerde wird einfach unter das Futter gemischt. Auf schwer verdauliches Fressen sollte verzichtet werden, auch auf Knochen. Die Hundenahrung sollte auf jeden Fall leicht verdaulich sein. Bei einem guten Trockenfutter kann man auch gekochten Reis und Möhren darunter mischen.

Hausmittel für den Hund

Viele Hundebesitzer schwören bei Sodbrennen nicht nur auf Brot, Joghurt und Heilerde, sondern auch auf Sauerkraut, was auch bei den Menschen in den meisten Fällen zu einer Linderung führt. Von Malox oder anderen für Menschen geeignete Mittel sollte man aber ohne tierärztlichen Rat erst einmal absehen. Gute Hausmittel gegen Sodbrennen sind laut unzähligen Erfahrungsberichten von Hundebesitzern eine Schale Milch, Kräutertees, roher Gemüsesaft, z.B. aus Mohrrüben, sowie auch Feigen. Tiere haben normalerweise einen sehr guten Instikt und spüren selbst was ihnen guttut. Treten beim Hund öfters Magenprobleme auf, dann sollte man sich aufschreiben was der Vierbeiner an diesem Tag zum Fressen bekam. Da Sodbrennen beim Hund auch vom Hunger kommen kann, ist es gegebenenfalls auch empfehlenswert, eine weitere kleine Mahlzeit zu füttern. Was die geeignetste Futterart ist, Barfen, Trockenfutter oder Mischfutter sollte eigentlich jeder Hundebesitzer selbst ausprobieren und den Hund bei einer Futterumstellung auf jeden Fall erst einmal gründlich beobachten und diese auch nur langsam nach und nach durchführen, damit sich der Hundemagen daran gewöhnen kann.


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