Zu wenig Magensäure

Zu wenig Magensäure

Zu wenig MagensäureViele Menschen leiden unter Sodbrennen- es ist eine sehr häufig auftretende Volkskrankheit der westlichen Welt. Dabei wird zu viel Magensäure produziert, und diese gelangt durch verschiedene Faktoren mitbedingt in die Speiseröhre, was zu einem Brennen, dem sogenannten Sodbrennen führt. Doch wussten Sie, dass es auch ein Problem sein kann, zu wenig Magensäure zu haben?
Wie dies ausgelöst wird und was dabei passiert erfahren Sie hier.

Was passiert, wenn zu wenig Säure produziert wird?

Zu wenig Magensäure ist ein sehr häufig auftretendes Phänomen- laut Studien ist jeder zweite Mensch über 50 Jahren davon betroffen, wissen aber nichts davon.
Dabei wäre es sehr wichtig, etwas dagegen zu tun, denn die Auswirkungen von zu wenig Magensäure sind teilweise schwerwiegend.


In der Nahrung sind viele wichtige Eiweiße und Aminosäuren enthalten.
Unsere Magensäure ist dafür verantwortlich, dass die Eiweiße denaturiert werden, und ein Enzym namens Pepsin produziert wird.

Pepsin ist deswegen wichtig für den Körper, da es die Eiweiße aufspaltet und somit Aminosäuren freigelegt werden. Diese Aminosäuren und Eiweiße sind sehr wichtig für den Körper- haben wir zu wenig Magensäure, so ist das Aufspalten und die Aufnahme dieser nicht möglich und führt zu Problemen.

Welche negativen Auswirkungen hat dies?

Der Mangel an Magensäure führt nicht nur zur Magen-Darm-Beschwerden, sondern kann ebenfalls Osteoporose, Blutarmut, psychische Krankheiten wie Depressionen, Übergewicht, Akne und die Entstehung von Allergien fördern.
Darüber hinaus ist Magensäure wichtig für das Immunsystem, da Bakterien und Parasiten Eiweiße sind, die denaturiert und eliminiert werden sollen. Dies ist aber, wie oben bereits erwähnt, ohne Magensäure nicht möglich!
Außerdem kommen wir an bestimmte Vitamine und Spurenelemente nicht ran, da diese erst von den Proteinen losgelöst werden müss(t)en.

Als Folge entstehen Kalzium-, Zink- und Eisenmangel.
Dies wiederum wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Eisenmangel macht sich durch Müdigkeit, Schlappheit und Antriebslosigkeit bemerkbar und ist gar nicht selten, da die Magensäure sehr stark sein muss, um das Eisen aus der aufgenommenen Nahrung zu lösen und aufzunehmen.
Bei Vitaminen macht sich ein Mangel an Folsäure und Vitamin B12 bemerkbar.
Ein Folsäuremangel ist vor allem in einer Schwangerschaft sehr gefährlich für das heranwachsende Kind.
Im Falle des Vitamins B12 ist die Aufnahme aus der Nahrung deshalb so wichtig, da der Körper es selbst nicht herstellen kann. Haben wir zu wenig Magensäure und damit auch Pepsin, kann es nicht vom Proteinträgermolekül gelöst werden. Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen können die Folge sein, da das Vitamin wichtig für die Nerven und das Gehirn ist.

Wodurch entsteht das Problem?

Ernährung und Entstehung bei zu wenig MagensäureAuslöser für zu wenig Magensäure können die Einnahme von Säureblockern sein. Diese werden oft vom Arzt verschrieben, wenn es zu Sodbrennen kommt, da Sodbrennen immer mit einer Überproduktion von Magensäure assoziiert wird. Dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein- es kann auch durchaus durch einen Mangel an Magensäure ausgelöst werden.
Ein weiterer Grund kann eine chronische Magenschleimhautentzündung, eine Magenoperation oder ein Vitamin B12 Mangel sein.

Leiden Sie regelmäßig unter schlecht riechenden Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, einem Völlegefühl nach dem Essen sowie häufiger Übelkeit und Müdigkeit beziehungsweise Abgeschlagenheit, so sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt konsultieren, um den Magensäuregehalt zu bestimmen.
Danach können Sie Schritte einleiten, um dem Mangel entgegen zu wirken.

Was kann dagegen getan werden?

Wenn Sie zu wenig Magensäure produzieren, kann dem mit einfach Hausmitteln oder auch Medikamenten auf pflanzlicher Basis entgegen gewirkt werden.

Kräuterbitter Wenige Tropfen der Pflanzenextrakte aus Löwenzahn, Fenchel, Wermut, Schafgarbe, Anis und vielen weiteren bitteren Kräutern, aus denen Kräuterbitter hergestellt wird, genügen, um die Produktion von Magensäure anzuregen. Nehmen Sie dies vor dem Essen entweder pur oder mit Wasser verdünnt auf.
Zitronen Diese Zitrusfrucht wirkt wie Magensäure. Nehmen Sie vor dem Essen etwa 1-2 Esslöffel Zitronensaft zu sich. Falls Sie keine Zitronen mögen oder zu Hause haben, ist Apfelessig ebenfalls eine Möglichkeit. Das Ganze sollte mit so wenig Wasser wie möglich aufgenommen werden.
Nicht- raffiniertes Salz Chlorid, ein Bestandteil von Salz, ist sehr wichtig für die Magensäure. Deshalb sollten Sie täglich Salz zu sich nehmen- nicht zu viel aber auch auf keinen Fall zu wenig.
Richtiges Verhalten beim Essen Wenn Sie essen sollten Sie nichts trinken, da dadurch die Magensäure stark verdünnt wird, und sich der Effekt dadurch verringert. Wenige kleine Schlucke sind okay, ansonsten sollten Sie sich aber wirklich rein aufs Essen konzentrieren.
Wenn Sie als Vorspeise Blattsalat essen, so wirkt sich dies auch positiv auf die Produktion von Magensäure aus.
Keine Säureblocker Verzichten Sie auf Säureblocker- diese führen über kurz oder lang zu Nährstoffmängeln und Mangelerscheinungen.
HCL Kapseln HCL Kapseln kurbeln die Magensäure und Pepsin an und sorgen somit für eine Linderung der Beschwerden.




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